Reaktivierung der Bahn Uetersen-Tornesch für den Personenverkehr

Resolution Reaktivierung der Bahn Uetersen-Tornesch für den Personenverkehr

Beschlossen auf der Mitgliederversammlung am 

Der Ortsverband BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Uetersen begrüßt den geplanten Probebetrieb der Bahnverbindung zwischen Uetersen und Tornesch für den Personenverkehr. Das Projekt hat aus Sicht der Grünen den Vorteil, dass auf einer bestehenden und für den Güterverkehr genutzten Bahnstrecke schnell eine langfristig attraktive Bahnanbindung nach Hamburg geschaffen werden kann. Aber die Schaffung von 2 Haltestellen in Uetersen kann es nicht alleine sein. In diesem Sinne kann der Probebetrieb die Machbarkeit aufzeigen, aber kein Bild für die Nutzung abgeben.

Die Reaktivierung kann nur erfolgreich sein, wenn folgende Ziele erreicht werden:  

1. deutliche Entlastung des Verkehrsknotens Kreuzung Tunnel/Bahnhof in Tornesch

2. deutliche Steigerung der Fahrgastzahlen im ÖPNV (mind. 20 %?)

3. deutliche Reduzierung der CO2-Belastungen in der Region

4. Schaffung eines zukunftsfähigen ÖPNV-Angebotes  

Dazu muss der Plan deutlich umfassender sein und die Ziele müssen ambitioniert sein. Wir Grünen gehen grundsätzlich davon aus, dass die Strecke mit elektrischen Zügen betrieben wird!  

1. Die Endpunkte in Uetersen (Ostbahnhof und/oder Stichhafen) müssen moderne Stationen werden und die Umsteigepunkte für eine ganze Region werden. Das bedeutet P+R, P+B, Stationen für E-Mobilität (Auto, Rad, e-Scooter ....), Sharing- und Leihprojekte. Hier sollte groß gedacht werden, um der ganzen Region (Marsch, Moorrege, Heist, Heidgraben, Klein- und Groß-Nordende) den Einstiegspunkt in die Bahn zu bieten. Es sollte ein größeres ganzheitliches Mobilitätskonzept entwickelt werden, das vielleicht auch einen Träger hat (KViP, Stadtwerke oder eine neue Gesellschaft). Das Ganze muss einen Modellcharakter bekommen, damit auch Fördergelder generiert werden.  

2. In beiden Arealen in Uetersen gibt es umfangreiche Flächen, die derzeit brach liegen oder nicht effizient genutzt werden. Hier ist Platz für Entwicklung. Es geht hier ja nicht um 20 PKW-Stellplätze oder 40 Fahrräder! Hier muss die Stadt Uetersen Planungssicherheit schaffen.  

3. Als Vision sollte eine Fortführung der Linie Richtung Pinneberg/Hamburg gedacht werden. Vielleicht auch mit einer Trennung (Flügelung) der Züge (Ein Y Elmshorn/Uetersen).

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